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23. Mai
Er wird den Armen erretten, der da schreiet, und den Elenden, der keinen Helfer hat.
Ps. 72, 12

Der Arme schreiet; was kann er anders thun? Sein Schreien wird von Gott gehört; was braucht er anders zu thun? Möge der arme Leser sogleich anfangen zu schreien, denn das wird weise von ihm sein. Schreie nicht in die Ohren der Freunde, denn selbst, wenn sie dir helfen können, ist es nur, weil der Herr sie dazu instandsetzt. Der nächste Weg ist, geradeswegs zu Gott zu gehen und dein Schreien vor Ihn kommen zu lassen. Geradeaus macht den besten Läufer: laufe zum Herrn und nicht zu den Mittel-Ursachen.
"Ach"!" rufst du aus, "ich habe keinen Freund oder Helfer." Um so besser; du kannst in beiden Fällen auf Gott vertrauen - wenn du ohne Mittel und wenn du ohne Freunde bist. Laß deine doppelte Not deine doppelte Bitte sein. Sogar um zeitliche Güter darfst du Gott bitten, denn Er sorgt für seine Kinder in diesen zeitlichen Angelegenheiten. Und in den geistlichen Nöten, welche die schwersten von allen sind, will der Herr dein Schreien hören und dich erretten und für dich sorgen.
O, armer Freund, prüfe deinen reichen Gott. O Hilfloser, lehne dich auf seine Hilfe. Er hat mich nie im Stich gelassen, und ich bin gewiß, Er wird dich nie im Stich lassen. Komm als ein Bettler, und Gott wird dir seine Hilfe nicht verweigern. Komm und mache nichts geltend, als seine Gnade! Jesus ist König, wird Er dich in Mangel umkommen lassen? Wie! Vergaßest du dies?